Eng damit verbunden sind Automatisierung, Robotik und Prozessoptimierung. Vorträge können Lösungen aus der Gießzelle, dem Teilehandling oder nachgelagerten Prozessschritten behandeln. Relevant sind neue Anlagenkonzepte ebenso wie Verbesserungen bestehender Prozesse, die Abläufe stabilisieren oder die Verfügbarkeit erhöhen.
Auch Simulation, virtuelle Entwicklung und digitale Zwillinge gehören zu den Themen, etwa bei der Absicherung von Entwicklungsschritten oder der digitalen Abbildung von Anlagen und Bauteilen.
Nachhaltigkeit und Werkstoffe weiterdenken
Ein zweiter Themenkomplex umfasst Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung und Energieeffizienz. Der Druckgusstag möchte Projekten Raum geben, die konkrete technische oder organisatorische Ansätze vorstellen – von effizienteren Anlagen und Prozessen bis zur Erfassung und Bewertung von Verbräuchen.
Beiträge zu Themen der Kreislaufwirtschaft können den Einsatz von Recyclingmaterial, die Rückführung von Material, die Qualitätssicherung oder eine werkstoffgerechte Bauteil- und Prozessauslegung behandeln. Von besonderem Interesse sind Erfahrungen aus der praktischen Umsetzung.
Das Themenfeld „Werkstoffe der Zukunft“ umfasst Aluminium, Magnesium, Zink und Kupfer. Vorträge können neue oder weiterentwickelte Legierungen, veränderte Eigenschaftsprofile, Verarbeitungserfahrungen und Anwendungen behandeln. Ebenso relevant ist die Abstimmung von Werkstoff, Konstruktion und Gießprozess.
Von Werkzeug und Maschine bis zum Bauteil
Der Call for Papers bezieht außerdem den Formen- und Werkzeugbau, Druckgießmaschinen und innovative Gießprozesse sowie Trennmittel und Sprühtechnologien ein. Gefragt sind beispielsweise Lösungen, die Standzeiten verbessern, thermische Prozesse beherrschbarer machen, Ausschuss reduzieren oder die Prozessstabilität erhöhen. Auch neue Maschinenkonzepte, Peripherielösungen und Verfahren können vorgestellt werden.
Ein weiteres Feld ist die Bauteilentwicklung mit neuen Anwendungsbereichen. Druckgussbauteile müssen hohe Anforderungen an Geometrie, Festigkeit, Dichtheit, Gewicht oder Weiterverarbeitung erfüllen und übernehmen häufig mehrere Funktionen. Interessant sind Beiträge, die den Weg von der Anforderung über Konstruktion und Simulation bis zur fertigungsgerechten Umsetzung nachvollziehbar machen oder neue Einsatzmöglichkeiten aufzeigen.
Auch Investitionen, Finanzierung und Transformation gehören zum Themenspektrum. Vorträge können Entscheidungsprozesse, Einführungsstrategien oder die Modernisierung von Anlagen und Standorten behandeln.
Fachkräfte und Wissen als Zukunftsfaktor
Technologischer Wandel ist immer eine Frage von Kompetenzen. Gesucht werden deshalb Beiträge zu Fachkräften, Qualifizierung und Wissensmanagement, wie zur Einarbeitung, zu Weiterbildungsprogrammen, digitalen Assistenzsystemen oder zum Transfer von Erfahrungswissen. Entscheidend ist, wie Mitarbeitende neue Verfahren verstehen, Daten einordnen und Veränderungen im Arbeitsalltag umsetzen können.
Der Call for Papers richtet sich an Fachleute, die eine innovative Lösung, Forschungsergebnisse oder ein erfolgreiches Praxisbeispiel vorstellen möchten. Einreichungen können aus Druckgießereien und Zulieferunternehmen ebenso kommen wie aus Hochschulen, Instituten oder Anwenderbranchen.
Im Mittelpunkt sollte ein fachlich belastbarer Beitrag mit erkennbarem Nutzen für das Publikum stehen. Besonders geeignet sind Vorträge, die Ausgangslage, Lösungsweg und Ergebnisse nachvollziehbar darstellen. Auch Erfahrungen aus laufenden Projekten können relevant sein, wenn sie neue Erkenntnisse vermitteln und zur Diskussion beitragen.