- 07.01.2026
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Kurzfristiger Rohstoffausblick im Dezember 2025: Aluminium und Zink
Der Markt in der Metallindustrie ist ständig in Bewegung – und damit auch die Rohstoffpreise. Die IKB Deutsche Industriebank veröffentlicht regelmäßig einen Bericht, der sich auf die Bestände und Preise von Aluminium und Zink konzentriert. Die wichtigsten Entwicklungen werden im aktuellen Bericht vom Dezember 2025 beleuchtet.
Geschrieben von Sina Lutter & André Edinger


Entwicklungen und Prognosen zu Aluminium
Die globale Primäraluminiumproduktion konnte in den ersten zehn Monaten 2025 um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 61,4 Millionen Tonnen gesteigert werden. Chinas Outputerhöhung um 2 Prozent war maßgeblich dafür verantwortlich. Global gesehen wird aber für dieses Jahr erneut ein Produktionsanstieg und damit ein neuer Rekordwert erwartet.
Die Aluminium-Lagerbestände an den Börsen bewegten sich im November 2025 kaum. An der LME lagerten zum Monatsende 539.050 Tonnen Aluminium. Die SHFE-Bestände verzeichnen eine Steigerung im November von 1,5 Prozent auf 115.277 Tonnen Aluminium. Im Vergleich zum Vorjahreswert ist dies allerdings ein Rückgang des Lagerbestandes um 49,4 Prozent.
Der Preis für Primäraluminium lag Ende November um 1,5 Prozent niedriger als zum Monatsbeginn. Der maximale Preisabstand betrug 153,65 US-Dollar. Die Notierung von Recycling-Aluminium verzeichnet seit April eine Seitwärtsbewegung bei 2.509 US-Dollar pro Tonne. Dieser Stillstand in der Preisentwicklung der letzten Monate sorgen dafür, dass der Preis für Recyclingaluminium wieder unter der Notierung für Primäraluminium liegt. Die LME veröffentlichte im Oktober ein Diskussionspapier zur Einführung einer Prämie für nachhaltige Metalle. Diese soll bei Aluminium, Kupfer, Nickel, Zink und Blei zum Tragen kommen.
Tendenz: Bis Ende Q1 2026 rechnen wir mit einem Primäraluminiumpreis um die Marke von 2.850 US-Dollar pro Tonne in einer Bandbreite von plus 500 US-Dollar. Den Alloy-Preis sehen wir 300 US-Dollar pro Tonne darunter.


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Entwicklungen und Prognosen zu Zink
Für die globale Zinkminenproduktion wird nach Rückgängen in den letzten beiden Jahren für 2025 mit einem Anstieg gerechnet, der mehr als 4 Prozent betragen soll. Ausschlaggebend ist eine stabile Produktion außerhalb Chinas. Der für 2025 erwartete Anstieg der Zink-Raffinadeproduktion um 2,7 Prozent wird stark aus China getrieben (plus 6,2 Prozent). Auf der Nachfragerseite wird ein globaler Anstieg um 1,1 Prozent erwartet. Der chinesische Verbrauch soll um mehr als 1 Prozent ansteigen, jedoch im nächsten Jahr stagnieren.
Die Zinkbestände an der LME schmelzen weiter ab. Nachdem die Bestände im August unter die 100.000 Tonnen-Marke gefallen waren, setze sich der Lagerabbau fort. Der niedrigste Bestand war Anfang November mit nur noch gut 34.000 Tonnen zu beobachten. Seitdem erholen sich die Bestände leicht und lagen Ende November bei 50.000 Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 80 Prozent zum Vorjahr An der SHFE gingen die Zinkvorräte leicht zurück und lagen zum Monatsende auch dort unter 100.000 Tonnen.
Trotzdem wird in diesem Jahr mit einem Angebotsüberhang am Zinkmarkt gerechnet.
Tendenz: Bis Ende Q1 2026 rechnen wir mit einem Zinkpreis um die Marke von 3.100 US-Dollar pro Tonne in einer Bandbreite von plus 500 US-Dollar.


