Zollregelungen begünstigen Schrottexport
Die jüngste Einigung zwischen EU und USA markiert zwar einen Schritt zur Deeskalation, löst das Kernproblem jedoch nicht. Aluminiumprodukte unterliegen weiterhin einem erhöhten Zollsatz von 50 Prozent, Aluminiumschrotte hingegen nur 15 Prozent. Das macht den Export von Schrott deutlich attraktiver als den von Primär- oder Halbzeugprodukten.
Warnung der Industrie
Rob van Gils, Präsident von Aluminium Deutschland e. V., betont: „Die aktuellen Zollregelungen lösen unser Problem nicht, sondern verschärfen das Ungleichgewicht auf dem Aluminiumschrottmarkt. Das bestehende Arbitragefenster bleibt bestehen und droht sich langfristig zu verfestigen. Ein dauerhaft verstärkter Schrottabfluss aus Europa ist wahrscheinlich – mit katastrophalen Folgen für die Recyclingindustrie.“


