Europa kritisiert, China investiert: Das Geld für die chinesischen Firmen kommt dabei entweder von OEM-Zulieferern oder aus staatlichen Fördermitteln. Im Gegensatz zu chinesischen Firmen, sind europäische Unternehmen gegenüber der neuen Technologie etwas skeptischer eingestellt. So kam eine Befragung der Johannes Messer Consulting bei Unternehmen in der europäischen Gießereiindustrie im Jahr 2025 zu dem Ergebnis, dass 50 Prozent der Entscheider die Einführung von KI-Anwendungen als verfrüht und zu kostenintensiv erachten.
Dabei könnte der Druckguss stark von den Vorteilen profitieren, die KI-Anwendungen mit sich bringen.
KI sieht, was du nicht siehst
Der Druckguss gilt als ein sehr komplexes Verfahren, mit deutlich mehr Einflussparametern als viele andere Fertigungsmethoden im Bereich der Metallverarbeitung. Genau das ist auch der entscheidende Grund für den Wettbewerbsvorteil, den KI-Systeme schaffen. Denn viele der Parameter beeinflussen sich gegenseitig und verkomplizieren die Prozesse zusätzlich. Durch diese Komplexität lassen sich einige Ergebnisse durch klassische Algorithmen nicht vorhersehen.
Künstliche Intelligenz hingegen braucht keine vorher definierten Modelle, sondern kann selbstständig lernen und somit nichtlineare Zusammenhänge aus großen Datenmengen unterschiedlicher Herkunft ableiten. Mit jedem Datenpunkt verbessert sich die KI automatisch und benötigt keine Umprogrammierung.



