Perspektiven hellen sich auf – aber langsamer als erhofft
Mittelfristig sieht der VDW positive Impulse durch erhöhte staatliche Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur sowie ein Investitionspaket. Auch das ifo-Geschäftsklima und der internationale Einkaufsmanagerindex PMI deuten auf eine Stabilisierung hin. Von einer Trendwende könne jedoch noch nicht gesprochen werden. „Die Erholung der Werkzeugmaschinenindustrie verschiebt sich ein weiteres Mal. Wir rechnen erst 2026 damit, wieder auf einen stabilen Wachstumspfad zurückkehren zu können“, prognostiziert Heering. Dabei soll vor allem die Inlandsnachfrage für Auftrieb sorgen, während das Auslandsgeschäft schwächer eingeschätzt wird.
Ausblick auf EMO 2025
Im ersten Halbjahr 2025 lag der Branchenumsatz bei minus 9 Prozent. Mit Spannung blickt die Industrie nun auf die EMO 2025 im September. „Die mehr als 1.500 Aussteller präsentieren zahlreiche Neuheiten, die die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden verbessern. Wir erwarten, dass davon wichtige Impulse ausgehen“, erklärt Heering.
Hintergrund
Die Werkzeugmaschinenindustrie zählt zu den fünf größten Fachzweigen des Maschinenbaus. Sie liefert Produktionstechnologien für die Metallbearbeitung in zahlreiche Industrien und gilt als wichtiger Indikator für die industrielle Entwicklung. 2024 beschäftigte die Branche in Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitern rund 65.300 Personen und erzielte einen Produktionswert von 14,7 Milliarden Euro.