Zink-Druckgusslegierungen lassen sich dank des effizienten Warmkammer-Druckgießverfahrens schnell und in großen Stückzahlen fertigen. Aufgrund ihrer hohen Oberflächenqualität kommen sie in zahlreichen Industrien zum Einsatz – etwa für Gehäuse, Verbindungselemente oder Strukturbauteile. Für zyklisch hochbelastete Anwendungen fehlten jedoch bislang belastbare Betriebsfestigkeitsdaten. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF haben dieses Defizit nun geschlossen und das zyklische Werkstoffverhalten verschiedener Zink-Druckgusslegierungen untersucht. Die Ergebnisse wurden in einem neuen Bemessungskonzept zusammengefasst.
Analyse des zyklischen Werkstoffverhaltens
Im Forschungsprojekt „ZynkGuss“ analysierte das Fraunhofer-Team das Materialverhalten der Legierung Zamak 5 (ZP0410) unter Berücksichtigung spannungsmechanischer und technologischer Einflüsse. Schwingfestigkeitsuntersuchungen zeigten, dass vor allem die beim Druckgießprozess entstehende lokale Mikrostruktur einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer dünnwandiger Bauteile hat.


