Kritische Rohstoffe als strategische Achillesferse
Seltene Erden, Magnesium und Aluminium sind essenziell für Schlüsseltechnologien wie Elektromobilität, Windkraft oder moderne Kommunikationstechnik – und damit auch für die wirtschaftliche und militärische Leistungsfähigkeit. Zwar verfügen deutsche Unternehmen über Kapazitäten zur Aufbereitung und Verarbeitung, die Grundstoffe selbst müssen jedoch importiert werden.
China verfolgt seit Jahren eine gezielte Rohstoffpolitik, sichert sich in Afrika und Asien langfristige Zugriffsrechte und verdrängt Wettbewerber durch Dumpingpreise, etwa bei Magnesium. Die Folge sind strategische Abhängigkeiten, die sich heute deutlich bemerkbar machen.
Geopolitische Unterschiede – und Europas Nachholbedarf
Die USA setzen auf eine strikt geopolitische Rohstoffstrategie mit dem Ziel, die Abhängigkeit von China zu minimieren und die eigene Verarbeitungskapazität auszubauen. Der Inflation Reduction Act verstärkt diesen Kurs. Europa hingegen hielt lange am marktwirtschaftlichen Ansatz fest und reagiert erst seit Kurzem mit eigenen Initiativen – jedoch noch zu zögerlich.


