Anmerkungen zu Zink
In der ersten Hälfte des Jahres 2022 war die Zinkminenproduktion um 1,9 % niedriger als im Vorjahr. Rückgänge wurden u. a. in Australien, Brasilien, Kanada, Griechenland und Peru verzeichnet. Die Raffinerieproduktion ging um 2,6 % zurück. Dies ist auf die geringere Aktivität der europäischen Hersteller infolge des enormen Anstiegs der Energiepreise zurückzuführen. Auch in China, Brasilien und den USA ging die Raffinerieproduktion zurück. Der Zinkverbrauch ging in der ersten Jahreshälfte zurück. Der Rückgang betrug 3 % und war auf geringere Verbrauchsmengen in Deutschland, Brasilien, China und Frankreich zurückzuführen. Für das gesamte Jahr wird erwartet, dass der Zinkverbrauch leicht unter dem des Vorjahres liegen wird. Impulse werden vor allem aus China und dem asiatischen Raum kommen. Der Zinkmarkt wird in diesem Jahr einen kleinen Überschuss aufweisen, nachdem er 2021 mit einem Defizit von 213.000 t abgeschlossen hatte. Die Zinkbestände an der LME stiegen leicht auf 77.000 t an, die an der SHFE sanken weiter auf 53.300 t. Die Mengen von 3.000 t an der Comex sind vernachlässigbar. Die Bestände entsprechen nur noch dem Verbrauch von 3,5 Tagen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres überstieg das Zinkangebot den Verbrauch leicht.
Tendenz: Für den Zinkpreis sehen wir eine Bewegung von ±700 US $/t bei einem Niveau von 3.600 US $/t.