Kurzfristiger Rohstoffausblick November: Aluminium und Zink

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09.11.2022 Branche & Märkte News

Kurzfristiger Rohstoffausblick November: Aluminium und Zink

Der Markt in der Metallindustrie ist ständig in Bewegung - und damit auch die Rohstoffpreise. Dieser Bericht, der monatlich von der IKB Deutsche Industriebank veröffentlicht wird, konzentriert sich auf Aluminium und Zink und beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen im November 2022.

Zinkblöcke auf der EUROGUSS 2022. Dieser Bericht gibt einen Überblick über die Rohstoffpreise und Lagerbestände von Aluminium und Zink im November 2022.
Graph der die Aluminiumvorräte- und preise von 2016 bis 2022 zeigt

Anmerkungen zu Aluminium

Die weltweite Primäraluminiumproduktion war Ende September 2022 um 1,1 % höher als ein Jahr zuvor. In China war die Produktion um 2,5 % höher, während die nordamerikanische Produktion um 4,4 % zurückging. Der starke Anstieg der Energiekosten führte zu einem Rückgang der westeuropäischen Produktion um 11 %. Im Vergleich zum August 2022 schrumpfte die weltweite Primäraluminiumproduktion über alle Regionen hinweg um insgesamt 3,2 %. In der Folge entwickelten sich die Aluminiumpreise weiter schwach. Für das Jahr 2022 erwarten wir jedoch weiterhin eine Produktion von 67,8 Millionen Tonnen. Hinzu kommen rund 13 Millionen Tonnen recyceltes Aluminium. Ein höherer Aluminiumverbrauch als 2021 wird weiterhin in der Automobilindustrie und auch in der Luft- und Raumfahrtindustrie gesehen.
 
Die Lagerbestände an der LME stiegen im Oktober deutlich auf 587.000 t. Dieser Monatsendstand ist 76 % höher als der im September. Die Aluminiumbestände an der SHFE stiegen nur leicht an. Die Investitionsnachfrage ging im Vergleich zum September 2022 um fast 13 % zurück.
 
Tendenz: Bis Ende 2022 sehen wir die Preise für Primäraluminium in einer Bandbreite von ±500 US$/t um die Marke von 2.300 US$/t, während die Preise für Aluminiumlegierungen um bis zu 500 US$/t niedriger liegen.
 
 
Graph der die Zinkvorräte und -preise von 2016 bis 2022 zeigt

Anmerkungen zu Zink

Von Januar bis August 2022 war die Zinkminenproduktion um 2,6 % niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Raffinerieproduktion ging ebenfalls um 2,6 % zurück. Dies ist auf die geringere Aktivität der europäischen Produzenten infolge des enormen Anstiegs der Energiepreise zurückzuführen. Der Zinkverbrauch ging um 3 % zurück, was hauptsächlich auf einen geringeren Verbrauch in China zurückzuführen ist, da die Aktivität in wichtigen Zink verbrauchenden Sektoren aufgrund von Beschränkungen nach neuen COVID-19-Ausbrüchen zurückging. Mittelfristig erwarten wir eine starke Erholung der Zinknachfrage: Der Verbrauch wird im Jahr 2025 bei 14,4 Millionen Tonnen liegen; um diesen Bedarf zu decken, ist eine weitere Steigerung des Zinkrecyclings erforderlich.

Die Zinkbestände an der LME sanken auf 45.525 t, die an der SHFE stiegen auf 44.400 t. Die Mengen von 3.000 t an der Comex sind vernachlässigbar. Die Bestände entsprechen nur noch dem Verbrauch von 2,4 Tagen. Das Zinkangebot ist daher sehr knapp und es besteht das Risiko einer hohen Preisvolatilität.

Tendenz: Für den Zinkpreis sehen wir eine Bewegung von ±700 US $/t bei einem Niveau von 3.100 US $/t.

 
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Autoren

Dr. Heinz-Jürgen Büchner

Director Industrials & Automotive IKB Deutsche Industriebank AG

Sina Lutter

IKB Deutsche Industriebank AG