Viele wissenschaftliche Arbeiten im Druckguss beschäftigen sich mit Simulation, Werkstoffverhalten, Prozessparametern oder Nachhaltigkeitsstrategien. Im Labor und am Rechner lassen sich Modelle präzise entwickeln. Auf der Messe jedoch stehen den Finalisten des EUROGUSS Talent Award Praktiker gegenüber, die täglich mit Zykluszeiten, Werkzeugverschleiß und Qualitätskennzahlen arbeiten.
Dieser direkte Austausch verschiebt den Fokus. Plötzlich geht es nicht nur um methodische Sauberkeit oder ein fehlerfreies Layout, sondern um Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und die Präsentationsqualität der Finalisten.
„Ich komme aus Italien, nicht aus Deutschland, daher hat es mir besonders viel bedeutet, dass deutsche und auch internationale Teilnehmende für mich gestimmt haben“, sagt Elena Mingotti von der Universität Brescia, die beim Talent Award 2026 den dritten Platz belegt hat. „Am Ende der Konferenz kamen viele auf mich zu, um mit mir zu sprechen und Fragen zu meiner Arbeit zu stellen. Das hat mich sehr stolz auf mein Forschungsprojekt gemacht.“
Forschung trifft auf Produktionspraxis
Wer beim Talent Award präsentiert, muss seine Arbeit in kurzer Zeit präzise erklären – und das vielleicht auch noch in englischer Sprache, die für manche nicht die Muttersprache ist. Kein wissenschaftliches Kolloquium, sondern ein industrielles Umfeld mit klarer Erwartung: Worum geht es? Welches Problem wird gelöst? Was bedeutet das für die Praxis?







