Bei einem prognostizierten Anstieg des Verbrauchs um 2,1 Prozent auf 13,8 Millionen Tonnen könnte das Jahr 2023 mit einem moderaten Angebotsdefizit schließen. Im April 2023 stiegen die Zinkbestände an der LME um knapp 18 Prozent auf rund 53 000 Tonnen zum Monatsende, während sich die Lagerbestände an der SHFE um knapp 40 Prozent auf rund 60 000 Tonnen reduzierten. An der COMEX lagern weiterhin nur 3 000 Tonnen.
Impulse für den Zinkverbrauch kommen insbesondere aus China, belastend wirkt aktuell die schwache industrielle Nachfrage in Europa und Nordamerika. Die Nachfragetrends aus den Sektoren Erneuerbaren Energien, Automobilindustrie und Bau sorgen aber grundsätzlich für einen steigenden Bedarf.
Tendenz: Den Zinkpreis sehen wir bis Ende des ersten Halbjahrs 2023 bei 2 800 US-Dollar pro Tonne in einer Bandbreite von plusminus 300 US-Dollar.