In der Umfrage gaben 85 Prozent der Unternehmen an, durch Bürokratie stark oder sogar sehr stark belastet zu sein. Bereits in vorherigen Umfragen gehörte sie zu den Topbelastungen für die Unternehmen, doch nie lag der Wert höher als in der aktuellen Umfrage (Mai: 72 Prozent; Februar: 62 Prozent). Viele Unternehmen beklagen, dass der Aufwand für nicht wertschöpfende Berichte zunehme, Kapazitäten binde und hohe Kosten verursache. Zudem seien Prozesse in der öffentlichen Verwaltung oft zeitaufwendig und kompliziert, einfache und vor allem digitale Lösungen werden vermisst.
Tendenz bei Investitionsverlagerungen verfestigt sich
Die Umfrage zeigt außerdem, dass sich die Investitionsverlagerungen der Unternehmen weiter verfestigen: Mehr als jedes dritte Unternehmen (35 Prozent) plant inzwischen eine Investitionsverlagerung ins Ausland (Mai 2023: 27 Prozent, Februar 2023: 27 Prozent, September 2022: 22 Prozent). Weitere 14 Prozent planen eine Streichung von Investitionen. Lediglich 1 Prozent der Unternehmen gab an, seine Investitionen in Deutschland angesichts der aktuellen Lage erhöhen zu wollen. Verlagerungsziele sind: andere EU-Länder, Asien und Nordamerika (in dieser Reihenfolge).
- 20.11.2023
- Fachbericht
- Branche & Märkte
Gut jedes dritte Unternehmen plant Investitionsverlagerung ins Ausland
Bürokratie belastet den automobilen Mittelstand immer stärker und ist aktuell gar die größte Herausforderung für die Unternehmen. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Umfrage, die der Verband der Automobilindustrie (VDA) unter den Automobilzulieferern sowie den mittelständisch geprägten Herstellern von Anhängern, Aufbauten und Bussen durchgeführt hat.



