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Internationale Fachmesse für Druckguss: Technik, Prozesse, Produkte

14. - 16. Januar 2020 // Nürnberg, Germany

Willkommen im EUROGUSS Newsroom!

Automobile Zukunftstrends befeuern die Druckgusskonjunktur

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© Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie

Rückblick: Turbulente Zeiten

2018 begann für die deutsche Druckgussindustrie mit hoher Auslastung und euphorischen Zukunftsaussichten. Im Jahresverlauf 2018, speziell im zweiten Halbjahr drückten jedoch die Probleme der OEM´s die Produktionszahlen unter das Niveau des Jahres 2017. Bezeichnend hierfür sind die Zulassungshürden nach WLPT Norm (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure), die die Abrufzahlen deutlich nach unten korrigiert haben.

Status Quo: Stabile Lage/ Dynamische Investitionen

Im laufenden Jahr 2019 konnten die deutschen Druckgießereien ihr hohes Vorjahresniveau in den ersten acht Monaten stabilisieren. Zeitgleich zeigten sich die europäischen Zulassungszahlen für Pkw um mehr als 3 % rückläufig. Dies verdeutlicht eindrücklich die außerordentliche Performance der deutschen Druckgießer. Die Produktionsprognose 2019 gliedert sich in 

- 90 % Aluminiumdruckguss -  648.000 t (432.000 t), 2018: 616.740 t
- 2 % Magnesiumdruckguss - 16.500 t (11.000 t), 2018: 17.921 t
- 8 % Zinkdruckguss - 58.500 t (39.000 t), 2018: 59.252 t

Die Werte in Klammern zeigen die vorläufigen Produktionskennzahlen Januar bis August 2019, für September bis Dezember 2019 Hochrechnung

Innerhalb des dominierenden Aluminiumgusses macht der Druckguss mehr als 61 % aus. Vom gesamten Nichteisenmetallguss in Deutschland entfallen knapp 54 % auf Aluminiumdruckguss.

Seit Jahren zeigt sich der internationale Fahrzeugbau, insbesondere die Pkw Fertigung, als immer stärker dominierender Kundensektor. Zusätzlich dringen Druckgusskomponenten auch in den Nutzfahrzeugbereich vor und erobern damit neue Marktsegmente. Mittlerweile konzentriert sich die deutsche NE-Metallgussproduktion in ihrer Endverwendung zu rund 80% auf den Fahrzeugbau. Die verbleibenden 20 % verteilen sich auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Abnehmerbranchen wie die Elektrotechnik und den allgemeinen Maschinenbau.

Die gute Nachfrageentwicklung der vergangenen Jahre führte zu einer stabilen Investitionsquote von rund 5 % vom Umsatz. Bei den Investitionsplanungen zeigen sich die Gießereien für das laufende Jahr 2019 zu zwei Dritteln bereit, deutlich mehr als im Vorjahr zu investieren. Neben kontinuierlichen Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen spielen – so die Analyse des Ifo Instituts München – Erweiterungsinvestitionen eine führende Rolle. Ein entscheidendes Kriterium für Investitionsentscheidungen ist die Modifikation der Produktpalette. Dabei wird die Komponentenstruktur immer deutlicher in Richtung Strukturteile ausgelegt (siehe auch Ausblick). 

Dennoch haben die Druckgießer zurzeit einige Sorgen. Bedingt durch die Diskussionen über die Zukunft des Verbrennungsmotors im Allgemeinen und die des Diesels im Speziellen müssen sich viele Druckgießer auf strukturelle Änderungen auf der Nachfrageseite einstellen. Eine ausdrückliche Technologieoffenheit in der Entwicklung der Mobilität gehört zwingend dazu. Auf nicht alle in diesem Zusammenhang auftauchenden Fragen gibt es gegenwärtig zufriedenstellende Antworten. Gleichzeitig geht es um strategische Entscheidungen mit Langzeitwirkung bei der Politik, den OEM, den Verbrauchern und auch den Zulieferern – wie den Druckgießereien. Hier sind zuverlässige und nachhaltig belastbare Leitplanken der politischen Akteure gefordert – aber eben auch nicht mehr als Leitplanken!

Ausblick: Druckguss wird bedeutender in vorhandenen und neuen Anwendungsbereichen

Die Anwendungsbereiche und die Komplexität von Druckgussprodukten nehmen stetig zu. Die Anfragen erfordern neue Legierungsentwicklungen und Verfahrenstechnologien, um beispielsweise den Anforderungen im Bereich von Fahrwerks- und Strukturbauteilen gerecht zu werden. Neben den mechanischen Eigenschaften, der Gießbarkeit und einer definiert kalkulierbaren Formstandzeit stehen konturnahe Temperierung, Additive Fertigung, Fügetechnologien (Kleben, Schweißen), Wärmebehandlung, Digitalisierung und Simulation, sowie Automatisierung – als auch Werkstoffverbunde bzw. die Entwicklung Hybrider Bauteile - im Fokus der Druckgießereien.

Für Deutschlands Druckgießereien ergeben sich aus den Herausforderungen entsprechende Chancen, mit zunehmender Beratungs- und Systemkompetenz in komplexeren Verfahren die weltweite Qualitätsführerschaft zu behaupten. „Im Ergebnis wird die Diskussion um die strategische Ausrichtung einer geringeren, aber auch höheren Fertigungstiefe zunehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern“, so die Prognose von VDD-Geschäftsführer Thomas Krüger.

Die innovativen Lösungen in vorhandenen und neuen Anwendungsbereichen durch Druckgussteile sind auf der kommenden EUROGUSS zu sehen.

Ansprechpartner für Presse:

Thomas Krüger
VERBAND DEUTSCHER DRUCKGIESSEREIEN e.V.
im Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie B D G e.V.
Geschäftsführer
Hansaallee 203, 40549 Düsseldorf
thomas.krueger@bdguss.de
Tel. +49 211 6871 148

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